Archiv für die Kategorie „Sonstiges“
17. Mai 2010
Die nationale Bologna-Konferenz, einberufen von Bildungsministerin Annette Schavan hat heute in Berlin stattgefunden. Die eingeladenen Aktiven des Bildungsstreiks sowie Vertretende des SDS verließen die Konferenz vorzeitig. Auch nach Meinung des Heidelberger Bildungsstreikbündnisses ist sie inhaltlich gescheitert.
Die politisch Verantwortlichen ignorieren weiterhin die wesentlichen Probleme des Bildungssystems, verbindliche Absichtserklärungen wurden nicht vorgelegt. Es gab aus Sicht der Protestierenden also keine ernstzunehmenden Bemühungen zur Verbesserung der bestehenden Verhältnisse.
Schon in der Planung der Konferenz wurde uns nicht auf Augenhöhe begegnet. Die anwesenden Studierenden wurden in entscheidenden Fragen der Organisation übergangen. Zahlreiche bildungspolitische Themen im Allgemeinen und die Schulpolitik im Besonderen wurden im Vorfeld aus dem Programm der Konferenz gestrichen. Die Forderungen von Tausenden nach Demokratie und sozialer Gerechtigkeit werden ignoriert. Ebenso wurde die Anzahl der studentischen VertreterInnen reduziert, dann die der Zutritt für Interessierte verboten, die Zeit auf vier Stunden gekürzt und schließlich auch noch die Übertragung an den Hochschulen nicht wie versprochen gefördert.
Wie wichtig es gerade jetzt ist, für bessere Bildung auf die Straße zu gehen, zeigen unter Anderem die aktuellen Sparpläne der hessischen Landesregierung. Deshalb setzen wir unsere Aktionen ab dem 7. Juni 2010 fort. Für den 9. Juni 2010 sind bundesweit Großdemonstrationen geplant, an denen sich auch Heidelberg beteiligen wird.
Wir rufen daher alle Menschen auf, sich aktiv am Bildungsstreik zu beteiligen!
Pressespiegel
- 17.05.2010, rp-online: Bis 2020 zusätzlich zwei Milliarden für die Lehre
- 17.05.2010, fr-online: Zwei Milliarde für eine bessere Lehre
- 17.05.2010, Spiegel online: Die Schavan-Show zur Rettung des Bachelor
- 17.05.2010, Welt online: Studenten Eklat bei Schavan-Uni-Konferenz
- 17.05.2010, Süddeutsche Zeitung: Randale während der Schavan-Show
- 17.05.2010, MDR: Schavan kündigt Milliardenprogramm für Studium an
- 17.05.2010, Neues Deutschland: Uni Gipfel fast ohne Studenten
- 17.05.2010, tageszeitung: Ohne Fahrplan
- 17.05.2010, Der Tagesspiegel: Akademie für Lehre
- 17.05.2010, Junge Welt: Streit bei Schavans Bildungsgipfel
- 17.05.2010, news.de: Zwei Milliarden für mehr Unis
- 17.05.2010, wiwo.de: Finanzverwirrung bei Bologna-Gipfel
Berichterstattung zum Gegengipfel
21. April 2010
Wir Studierende aus Deutschland erklären uns mit euch Studierenden aus Japan solidarisch!
Die Hōsei-Universität in Tokyo ist ein Musterbeispiel für die voranschreitende Privatisierung der Bildung nicht nur in Japan, sondern auf der ganzen Welt.
Das Rektorat der Hōsei-Universität hat schon in der Vergangenheit gewaltsam kritische Stimmen unterdrückt. Auch in diesem Jahr setzt sich die Repression gegenüber linken Studierenden ungehindert fort.
Wir fordern, dass der Ausschluss von Ikuma SAITO, Präsident der „Föderation der Kulturellen Klubs“, und die Suspendierung von Masami KURAOKA, dem Vize-Präsident von Zengakuren, von der Universitätsleitung zurückgenommen werden!
Auch an vielen anderen Unis auf der ganzen Welt kommt es zu Willkür und Repression gegenüber kritischen Studierenden. Lasst uns gemeinsam dagegen kämpfen!
Lasst uns gemeinsam für eine lebendige Uni und für freie Bildung kämpfen!
Wenn wir uns international vernetzen und weltweit solidarisch handeln, haben wir eine unschlagbare Kraft!
Für eine Vereinigung aller Studierenden!
Heidelberger Bildungsstreik-Bündnis
AG Bildungsstreik Universität Mannheim
Bildungsstreik-Bündnis Halle
17. Februar 2010
Obwohl es im Bildungssystem an allen Ecken brennt, haben in letzter Zeit vor allem die Universitäten mit den Besetzungen ihrem Ärger Luft gemacht. In Bayern trugen nun auch die Schüler_innen den Protest auf die Straße: Am 12.2. demonstrierten bayernweit knapp 10.000 Schüler_innen, Lehrer_innen und Eltern in mehreren bayrischen Großstädten. Schon zuvor hatte die Unzufriedenheit zur Besetzung einer Schule in Nürnberg am Donnerstag, den 11.2., geführt; das Dürer-Gymnasium wurde im Anschluss an eine Vollversammlung besetzt. Die Schüler_innen stellten allgemeine Forderungen an die bayrische Landesregierung und schulinterne Forderungen an ihre Schulleitung. Die mangelnde Fähigkeit der Schulleitung, sich mit den Problemen der Schüler auf demokratischem Wege auseinanderzusetzen führte am Abend dazu, dass die Besetzung durch die Polizei beendet wurde. Das Direktorat will des weiteren an drei der Besetzenden, die als angebliche „Rädelsführer“ bezeichnet werden, ein Exempel statuieren: ein Disziplinarausschuss soll über einen möglichen Schulausschluss entscheiden. Besonders erstaunlich erscheint auch die Behauptung einer Lehrkraft, von der man in den Nürnberger Nachrichten online lesen kann; die Schüler_innen wüssten gar nicht, worum es geht. Offensichtlich wird den Erwachsenen und Fast-Erwachsenen, die auf dem Dürer Gymnasium kurz vor dem Abitur stehen, die Fähigkeit abgesprochen, Eigenverantwortung und Mitsprache innerhalb der Gesellschaft auszuüben.
Diese Besetzung facht die Debatte um ein besseres Bildungssystem hoffentlich weiter an und zeigt, dass die Proteste alle angehen, die dem maroden Bildungssystem ausgesetzt sind. Nicht nur die Lernenden an anderen Schulen können sich von dieser Aktion angesprochen fühlen, sondern auch die Eltern, deren Kinder die Schulen besuchen müssen, die Auszubildenden, die einmal Schulen besucht haben und alle Menschen in Deutschland, denen die eigene Bildung und die Bildung ihrer Kinder nicht egal sein kann.
Wir halten die Forderungen der Schüler_innen für absolut angebracht und ihre Erfüllung für dringend notwendig. Das Verhalten des Direktorats, sich des staatlichen Repressionsapparates zu bedienen, steht in einem unverständlichen Missverhältnis zum friedlichen zivilen Ungehorsam der überwiegend Minderjährigen, die in demokratischem Bewusstsein ihre Rechte einfordern. Wir unterstützen die Forderungen der Besetzenden und fordern die Einstellung aller Repressionsmaßnahmen gegen die Besetzenden!
Solierklärung an die Besetzer des Dürergymnasiums Nürnberg
Obwohl es im Bildungssystem an allen Ecken brennt, haben in letzter Zeit vor allem die Universitäten mit den Besetzungen ihrem Ärger Luft gemacht. In Bayern trugen nun auch die Schüler den Protest auf die Straße: Am 12.2. demonstrierten bayernweit knapp 10.000 Schüler, Lehrer und Eltern in mehreren bayrischen Großstädten. Schon zuvor hatte die Unzufriedenheit zur Besetzung einer Schule in Nürnberg am Donnerstag, den 11.2., geführt; das Dürer-Gymnasium wurde im Anschluss an eine Vollversammlung besetzt. Die Schüler_innen stellten allgemeine Forderungen an die bayrische Landesregierung und schulinterne Forderungen an ihre Schulleitung. Die mangelnde Fähigkeit der Schulleitung, sich mit den Problemen der Schüler auf demokratischem Wege auseinanderzusetzen, führte am Abend dazu, dass die Besetzung durch die Polizei beendet wurde. Das Direktorat will des weiteren an drei der Besetzenden, die als angebliche „Rädelsführer“ bezeichnet werden, ein Exempel statuieren: ein Disziplinarausschuss soll über einen möglichen Schulausschluss entscheiden.
Diese Besetzung facht die Debatte um ein besseres Bildungssystem hoffentlich weiter an und zeigt, dass die Proteste alle angehen, die dem maroden Bildungssystem ausgesetzt sind. Nicht nur die Lernenden an anderen Schulen können sich von dieser Aktion angesprochen fühlen, sondern auch die Eltern, deren Kinder die Schulen besuchen müssen, die Auszubildenden, die einmal Schulen besucht haben und alle Menschen in Deutschland, denen die eigene Bildung und die Bildung ihrer Kinder nicht egal sein kann.
Wir halten die Forderungen der Schüler_innen für absolut angebracht und ihre Erfüllung für dringend notwendig. Das Verhalten des Direktorats, sich des staatlichen Repressionsapparates zu bedienen, steht in einem unverständlichen Missverhältnis zum friedlichen zivilen Ungehorsam der überwiegend Minderjährigen, die in demokratischem Bewusstsein ihre Rechte einfordern. Wir unterstützen die Forderungen der Besetzenden und fordern die Einstellung aller Repressionsmaßnahmen!
15. Februar 2010
Auch in den Ferien finden die Bündnistreffen statt. Es gibt einiges zu tun, der erste Bildungsstreiktag ist auch schon am 22.4.!!!
31. Januar 2010
Am Montag ist wieder Bündnistreffen!
In den beiden letzten Wochen haben sich Arbeitsgruppen gebildet, in denen morgen nach Möglichkeit weitergearbeitet werden soll. Und da auch in den nächsten Wochen schon wichtige Termine anstehen (Vernetzungstreffen, Bildungsgipfel etc.), ist es wichtig, am Ball zu bleiben und Kontinuität in unsere Arbeitsweise zu bringen.
Deshalb kommt zahlreich!
Diskussionsthema wird diesmal die Nutzung des Emailverteilers sein.
27. Januar 2010
Am Samstag, 30.1., findet in Frankfurt eine Bundesweite Demo im Rahmen des Bildungsstreik statt.
Damit soll auf die Mißstände im Bildungssystem aufmerksam gemacht werden.
Für Freie Bildung, Selbstbestimmtes Leben und Lernen und eine Demokratisierung aller Lebensbereiche braucht es uns alle auf den Straßen, um gemeinsam für unserere Ziele zu kämpfen! Kommt mit nach Frankfurt!
Hier das Mobilisierungsvideo
Heidelberger Treffpunkt um 11:00 Uhr vor dem Hauptbahnhof (um Gruppen für Gruppentickets zu bilden)
Details zur Zugverbindung:
Heidelberg Hbf ab 11:21 Gleis 3
Frankfurt am Main Hauptbahnhof ab 12:58
U U4 U-Bahn Richtung: Bockenheimer Warte, Frankfurt am Main Ankunft 13:01
23. Januar 2010
Am letzten Montag haben wir mit 37 Leuten auf dem Bündnistreffen einen ordentlichen Start gehabt. Wir haben uns alle auf den neuesten Stand der Dinge gebracht und ein wenig reflektiert und diskutiert. Aber es bleibt noch viel zu tun: Wir müssen wieder anfangen, in AGs zu arbeiten und sollten auch ein paar grundsätzliche Dinge noch besprechen. Darum sieht die Tagesordnung für nächsten Montag wie folgt aus:
1. Vorstellungsrunde
2. Berichte aus den einzelnen Gruppen
3. Termine im Sommer
4. Kleine Einführung in die sinnvolle Verteilernutzung
5. AG-Phase
6. Vorstellung der AG-Arbeit
7. Diskussion in Kleingruppen zum Thema Diskussionskultur
Zeitrahmen: 18 – 21 Uhr. Bitte seid pünktlich, damit wir auch wirklich um 21 Uhr fertig sind.
Das Treffen findet noch einmal um 18h im ZFB in der Albert-Überle-Straße 3-5 statt, bis wir einen größeren Raum gefunden haben.
20. Januar 2010
Am 23.1.2010 wird in Freiburg eine Demo gegen die Zusammenarbeit von Schule und Militär stattfinden. Aufgerufen dazu hat das Freiburger Bildungsstreikbündnis. Hintergrund ist die am 4.12.2009 unterzeichnete Kooperationsvereinbarung zwischen dem Kultusministerium Baden-Württemberg und der Bundeswehr. Diese sieht unter anderem eine verstärkte Zusammenarbeit von Schulen und Jugendoffizieren vor.
Treffpunkt in Heidelberg: 11.30h Hauptbahnhof
Weitere Infos zur Aktion ,,Bundeswehr raus aus dem Klassenzimmer”
14. Januar 2010
Am Mittwoch Abend den 13.01.2010, nachdem die offiziellen Veranstaltungen des Dies Academicus bereits zu Ende waren, fanden sich Studierende im Hörsaal 4a in der Neuen Universität ein, um die bildungspolitischen Themen des Tages inhaltlich zu vertiefen. Im Fokus der Gespräche stand mal wieder, dass Studierende in Heidelberg noch immer keinen Raum haben indem Sie sich in eigener Verantwortung versammeln können und es keine legitime Studierendenvertretung gibt. Ganz bewusst wollten sich die Studierenden hierfür kein zeitliches Limit setzten.
Prorektor Kurt Roth und die Leiterin der Abteilung Kommunikation und Marketing, Marietta Fuhrmann-Koch kamen ohne Interesse an den Hintergründen der gerade stattfindenden Diskussion in Hörsaal 4a, lediglich um den Studierenden gegen 20.30 Uhr ein Ultimatum zu stellen, das Gebäude sei bis 22 Uhr zu verlassen.
Die Studierenden verwickelten die beiden Rektoratsangehörigen trotzdem in ein Gespräch, um auf die bestehende Raumproblematik zu verweisen. Das Thema wurde daraufhin ergebnislos und kontrovers diskutiert, wobei die Drohung einer Räumung bestehen blieb.
Im weiteren Verlauf wurde erörtert, dass es auch in der FSK (Fachschafts Konferenz) ein Raumproblem gibt. Vor einigen Jahren musste diese übergangsweise in einen alten Keller in einem Gebäude der Physik in Neuenheim ziehen. Die FSK wartet seitdem auf einen angemessenen Ersatzraum.
Die Tendenz sich unter Drohung von Gewalt bzw. deren Ausführung von unliebsamen Studierenden und SchülerInnen zu entledigen, ist somit also auch in Heidelberg keine Ausnahme mehr sondern gehört inzwischen zur offiziellen Strategie. Dringend notwendiger und friedlicher Protest gegen die ungerechten und undemokratischen Zustände soll so offenbar im Keim erstickt werden.
Abgeschreckt durch das Beispiel des brutalen Vorgehens der Frankfurter Polizei im Dezember letzten Jahres verließen die Studierenden die Räumlichkeiten gegen 24 Uhr.
Vor diesem Hintergrund, rufen wir zur verstärkten Teilnahme an der Demonstration “Die Uni gehört allen – gegen die autoritäre Hochschule” in Frankfurt am Main am 30. Januar auf.
Auch weiterhin lassen sich die bildungspolitisch aktiven Studierenden nicht von autoritären Auftreten der Hochschulleitung abbringen und rufen alle auf, weiterhin für gute und zugängliche Bildungsmöglichkeiten für alle zu kämpfen!
10. Januar 2010
Heidelberg – Am vergangenen Samstag fand das Fest zur Einweihung der Freizeiträume des Comeniushauses statt, welche nun den BewohnerInnen des Studierendenwohnheims wieder zur freien Verfügung stehen. Vorausgegangen waren dieser Entwicklung die Besetzung des Hörsaals 14 der Neuen Uni von BildungsstreikaktivistInnen im November und die damit verbundene Forderung der Studierenden nach Freiräumen in ihrer Universitätsstadt.
Bei der Einweihungsfeier der Räumlichkeiten, zu der nach eigenen Angaben ca. 250-300 Gäste erschienen, übergaben die BildungsstreikaktivistInnen diese feierlich den BewohnerInnen des Hauses. Sie regten außerdem die BewohnerInnen dazu an, ihren neu erkämpften Raum nun auch zu nutzen um zum Beispiel öffentliche Veranstaltungen oder studentische Arbeitskreise in initiieren.
,,Da der Raum uns BewohnerInnen nun frei zugänglich ist, werden wir diese Chance ergreifen
und überlegen, wie wir ihn optimal nutzen können.“, so ein Bewohner.
Bedauerlicherweise kam es nach der Feier vereinzelt zu Vorkommnissen von Vandalismus durch Einzelpersonen. Die BildungsstreikaktivistInnen distanzieren sich von diesen deutlichst.
„Es ist nicht in unserem Sinne, dass Einrichtungen verschmutzt oder beschmiert werden.“, unterstreicht ein Aktivist während der mehrstündigen Reinigungsaktion.
Die Nutzung der Räumlichkeiten blieb den BewohnerInnen des Hauses seit längerem verwehrt, vielmehr dienten diese sich in einer ehemaligen Kapelle befindlichen Räume bis jetzt als ,,Lagerstätte“.
Die BildungsstreikaktivistInnen lehnen das Angebot des Rektorats der Heidelberger Universität, die Räume des Comeniushauses für ihre bildungspolitische Arbeit zu nutzen, entschieden ab.
,,Es ist nicht zu akzeptieren, dass das Rektorat uns nun diejenigen Räumlichkeiten zur Nutzung anbietet, welche schon studentischer Raum sind. Dies legt vielmehr den Verdacht nahe, dass nun versucht wird, Studierende gegeneinander aus zu spielen: bildungspolitisch aktiven Studierenden wird ein Arbeitsraum angeboten, der eigentlich der freien Gestaltung und Entfaltung von Ideen der BewohnerInnen des Hauses dient.“, so eine Studierende der Gruppe. Die Forderung nach selbst verwalteten universitären Freiräumen werde so in keinster Weise erfüllt. Vielmehr sehen die bildungspolitisch aktiven Studierenden sich vom Rektorat erneut nicht ernst genommen.
Bedauerlich ist die Situation auch im Hinblick auf die neuen Freiräume der Pädagogischen Hochschule (PH) Heidelberg: dort ging die Rektorin auf die Freiraum-Forderung ein, indem sie den BesetzerInnen der PH das gesamte – bis dato ungenutzte – Erdgeschoss eines Hauses in der Zeppelinstraße zur freien Nutzung bereit stellte. Im Gegensatz zu dieser konstruktiven Lösung ist das Rektorat der Universität Heidelberg zu diesem Schritt nicht bereit und eröffnete den ehemaligen BesetzerInnen des Hörsaals 14 kein Gebäude- oder Raumangebot, welches akzeptabel ist.
Eine Gruppe von im Rahmen des Bildungsstreiks aktiven Studierenden war Anfang Dezember nach der fast 4-wöchigen Besetzung des Hörsaals in ein ehemaliges Institutsgebäude in der Marstallstraße umgezogen, in welchem das Rektorat einen Raum zur freien Verfügung stellte. Die aufgrund beginnender Renovierungsarbeiten zeitlich begrenzte Nutzung des Raumes endete am 4.1.2010. Das Rektorat suchte nach einer Ausweichmöglichkeit für die Studierenden und bot die ehemalige Kapelle des Comeniushauses zur Nutzung an. Ein weiteres Angebot des Rektorats, den Kellerraum des Sibley-Wohnheims zu nutzen, lehnten die Studierenden aus den selbigen, oben erläuterten Gründen ab – es handelt sich dort ebenfalls um einen studentischen Raum der BewohnerInnen welcher von diesen genutzt wird.
Die BildungsstreikaktivistInnen werden auch weiterhin für einen universitären Freiraum eintreten und ihre Forderung nach einem selbst verwalteten Platz nicht aufgeben.