Solidaritätserklärung mit den Besetzern des Dürer-Gymnasiums Nürnberg
Obwohl es im Bildungssystem an allen Ecken brennt, haben in letzter Zeit vor allem die Universitäten mit den Besetzungen ihrem Ärger Luft gemacht. In Bayern trugen nun auch die Schüler_innen den Protest auf die Straße: Am 12.2. demonstrierten bayernweit knapp 10.000 Schüler_innen, Lehrer_innen und Eltern in mehreren bayrischen Großstädten. Schon zuvor hatte die Unzufriedenheit zur Besetzung einer Schule in Nürnberg am Donnerstag, den 11.2., geführt; das Dürer-Gymnasium wurde im Anschluss an eine Vollversammlung besetzt. Die Schüler_innen stellten allgemeine Forderungen an die bayrische Landesregierung und schulinterne Forderungen an ihre Schulleitung. Die mangelnde Fähigkeit der Schulleitung, sich mit den Problemen der Schüler auf demokratischem Wege auseinanderzusetzen führte am Abend dazu, dass die Besetzung durch die Polizei beendet wurde. Das Direktorat will des weiteren an drei der Besetzenden, die als angebliche „Rädelsführer“ bezeichnet werden, ein Exempel statuieren: ein Disziplinarausschuss soll über einen möglichen Schulausschluss entscheiden. Besonders erstaunlich erscheint auch die Behauptung einer Lehrkraft, von der man in den Nürnberger Nachrichten online lesen kann; die Schüler_innen wüssten gar nicht, worum es geht. Offensichtlich wird den Erwachsenen und Fast-Erwachsenen, die auf dem Dürer Gymnasium kurz vor dem Abitur stehen, die Fähigkeit abgesprochen, Eigenverantwortung und Mitsprache innerhalb der Gesellschaft auszuüben.
Diese Besetzung facht die Debatte um ein besseres Bildungssystem hoffentlich weiter an und zeigt, dass die Proteste alle angehen, die dem maroden Bildungssystem ausgesetzt sind. Nicht nur die Lernenden an anderen Schulen können sich von dieser Aktion angesprochen fühlen, sondern auch die Eltern, deren Kinder die Schulen besuchen müssen, die Auszubildenden, die einmal Schulen besucht haben und alle Menschen in Deutschland, denen die eigene Bildung und die Bildung ihrer Kinder nicht egal sein kann.
Wir halten die Forderungen der Schüler_innen für absolut angebracht und ihre Erfüllung für dringend notwendig. Das Verhalten des Direktorats, sich des staatlichen Repressionsapparates zu bedienen, steht in einem unverständlichen Missverhältnis zum friedlichen zivilen Ungehorsam der überwiegend Minderjährigen, die in demokratischem Bewusstsein ihre Rechte einfordern. Wir unterstützen die Forderungen der Besetzenden und fordern die Einstellung aller Repressionsmaßnahmen gegen die Besetzenden!
Solierklärung an die Besetzer des Dürergymnasiums Nürnberg Obwohl es im Bildungssystem an allen Ecken brennt, haben in letzter Zeit vor allem die Universitäten mit den Besetzungen ihrem Ärger Luft gemacht. In Bayern trugen nun auch die Schüler den Protest auf die Straße: Am 12.2. demonstrierten bayernweit knapp 10.000 Schüler, Lehrer und Eltern in mehreren bayrischen Großstädten. Schon zuvor hatte die Unzufriedenheit zur Besetzung einer Schule in Nürnberg am Donnerstag, den 11.2., geführt; das Dürer-Gymnasium wurde im Anschluss an eine Vollversammlung besetzt. Die Schüler_innen stellten allgemeine Forderungen an die bayrische Landesregierung und schulinterne Forderungen an ihre Schulleitung. Die mangelnde Fähigkeit der Schulleitung, sich mit den Problemen der Schüler auf demokratischem Wege auseinanderzusetzen, führte am Abend dazu, dass die Besetzung durch die Polizei beendet wurde. Das Direktorat will des weiteren an drei der Besetzenden, die als angebliche „Rädelsführer“ bezeichnet werden, ein Exempel statuieren: ein Disziplinarausschuss soll über einen möglichen Schulausschluss entscheiden. Diese Besetzung facht die Debatte um ein besseres Bildungssystem hoffentlich weiter an und zeigt, dass die Proteste alle angehen, die dem maroden Bildungssystem ausgesetzt sind. Nicht nur die Lernenden an anderen Schulen können sich von dieser Aktion angesprochen fühlen, sondern auch die Eltern, deren Kinder die Schulen besuchen müssen, die Auszubildenden, die einmal Schulen besucht haben und alle Menschen in Deutschland, denen die eigene Bildung und die Bildung ihrer Kinder nicht egal sein kann. Wir halten die Forderungen der Schüler_innen für absolut angebracht und ihre Erfüllung für dringend notwendig. Das Verhalten des Direktorats, sich des staatlichen Repressionsapparates zu bedienen, steht in einem unverständlichen Missverhältnis zum friedlichen zivilen Ungehorsam der überwiegend Minderjährigen, die in demokratischem Bewusstsein ihre Rechte einfordern. Wir unterstützen die Forderungen der Besetzenden und fordern die Einstellung aller Repressionsmaßnahmen!
Gute Aktion! Nach einem Jahr Action und wenig Reaktionen die über Verbalsolidarität und symbolischen Nachjustierungen hinausgehen ist es Zeit, durch verständliche und nachdrückliche Aktionen klar zu machen, dass das altbewährte Konzept der Verantwortlichen – nämlich die Proteste am langen Arm verhungern zu lassen – entlarvt und mit uns nicht zu machen ist.
Der Bildungsstreik stellt ein Ausmaß an Bewegung dar, vor dem wir uns nicht verstecken brauchen. Los gehts – weiter so!
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